Owning Your Brand’s Social Community Drives More Shoppers and Sales

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

es könnte ein besinnliches Osterfest werden: Zur Gedenkfeier des 20. Jahrestags der Ermordung von Halit Yozgat durch den NSU wird Christian Wulff (CDU) am Ostermontag in Kassel die Rede halten. Wulff hatte als Bundespräsident nach der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 empathisch und verantwortlich gehandelt. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel kein Treffen mit Angehörigen der Opfer plante, lud Wulff kurzfristig alle in das Schloss Bellevue - und bestellte die Spitzen der Republik dazu. Stundenlang sprachen sie vertraulich mit den Opferfamilien.

Wir haben den Christdemokraten jetzt zusammen mit Florian Hagemann, Matthias Lohr und Denise Dörries von der HNA in Hannover zum Interview getroffen. Wulff hat dabei bemerkenswert offen auf seine persönlichen Momente zurückgeschaut, sich zum Umgang mit Opfern von Rechtsterrorismus, den Hass der AfD und den Wert von Empathie geäußert. Ein außergewöhnliches Interview, so viel können wir schon verraten. Gründonnerstag zu lesen in der HNA, weiteren bundesdeutschen Tageszeitungen der Ippen-Gruppe und auf der Webseite von Offen für Vielfalt. Auf Youtube wird das Interview als Video-Podcast zu sehen sein.

Die öffentliche Gedenkveranstaltung beginnt Ostermontag um 15 Uhr mit kurzer Andacht und Gebet auf dem Halitplatz an der Holländischen Straße. Im Anschluss wird die Veranstaltung im Philipp-Scheidemann-Haus fortgesetzt. Dort sprechen Bundespräsident a.D. Christian Wulff, die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Angehörigen der NSU-Opfer, Barbara John, der türkische Generalkonsul Erdinç Evirgen, Oberbürgermeister Sven Schoeller sowie Halits Vater Ismail Yozgat

Für die Teilnahme an der Veranstaltung im Saal wird um Anmeldung unter protokoll@kassel.de gebeten.



„Rechter Terror in Hessen“: Auch wenn die Dimension rechter Gewalt in Hessen kein unbekanntes Thema ist, waren viele Zuhörende sichtlich überrascht von ihrer tatsächlichen Tiefe. Im voll besetzten Demokratie-Laden (Goethestraße 77) unserer Initiative verfolgten unsere Gäste aufmerksam den Vortrag von Sascha Schmidt zu seinem Buch „Rechter Terror in Hessen“. Im Mittelpunkt stand nicht nur die Analyse rechter Gewalt in Hessen, sondern die besondere Rolle der Region Kassel. Die Erinnerung an die Opfer ist sichtbar im Stadtbild verankert: durch den Halitplatz, die Dr.-Walter-Lübcke-Brücke und mit dem Kunstwerk „Halit.Walter“ auf dem Dach des Regierungspräsidiums.

Schmidt machte deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur die Taten selbst, sondern auch die dahinterliegenden Strukturen sichtbar zu machen. Sein Vortrag zeigte eindrücklich, dass Erinnerung und der Kampf gegen Rechtsextremismus kein Selbstläufer ist, sondern aktives Engagement erfordert.

Das Taschenbuch „Rechter Terror in Hessen“ (400 Seiten) ist im Wochenschau Verlag erschienen. Die Ausstellung zum Buch ist bis zum 29. Mai im Rathaus Kassel zu sehen. Das Rathaus ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. 


Fulda: Mehr als 1.000 Menschen haben am Wochenende in Fulda gegen die Gründung des hessischen Landesverbandes der AfD-Jugendorganisation friedlich demonstriert – und auf Einladung des Bündnisses „Fulda stellt sich quer“ die Demokratie gefeiert. Zur Gründungsversammlung der AfD-Pimpfe waren lediglich 50 junge Parteimitglieder gekommen, „in Anzug, mit Einstecktuck und Seitenscheitel“ wie die Fuldaer Zeitung berichtet. Eine nahezu reine Männerveranstaltung. Dafür viel „Kraft und Ehre“ und rechtsextreme Sprüche. Zum neuen Vorsitzenden wurde der Mitarbeiter des lokalen AfD-Bundestagsabgeordneten aus Fulda gewählt. Natürlich ohne Gegenkandidaten. Verzichten musste der Extremisten-Nachwuchs auch auf einen Segen. Den hatte Bischof Michael Gerber zuvor der Katholischen jungen Gemeinde für die Gegendemo auf dem Domplatz gegeben. 


„Ungarn vor dem Ende der Ära Orban?“: Zu einem morgendlichen Online-Briefing mit Experten laden wir anlässlich der Parlamentswahlen in Ungarn (12. April) ein. Seit mehr als anderthalb Jahrzehnten prägt Viktor Orbán die ungarische Politik. Seine Regierung steht für den systematischen Abbau rechtsstaatlicher Strukturen, die Einschränkungen der Pressefreiheit und die Entfremdung mit Europa. In den Umfragen liegt Orbán derzeit deutlich hinter seinem Herausforderer Péter Magyar. 

Wir schauen gemeinsam mit Prof. Dr. Sonja Priebuis, Professorin für Politikwissenschaft an der Europa-Universität Vladrina in Frankfurt/Oder, auf die Wahlergebnisse und die Regierungsbildung in Budapest. Sonja Priebus ist eine der renommiertesten Expertinnen für politischen Systeme im östlichen Europa. Mit dabei ist bei dem Morning-Briefing auch der Kasseler Bundestagsabgeordnete Boris Mijatovic, der aktuell von seinen Eindrücken als Wahlbeobachter in Ungarn berichten wird. 

Das Morning-Briefing „Ungarn vor dem Ende der Ära Orban? findet am Dienstag, 21. April, von 8 bis 9 Uhr online über Microsoft-Teams statt. Anmeldung ​über diesen Link. Die Einwahldaten werden rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung zugesendet.


Wohnzimmer-Weltreise: Aserbaidschan. Am Donnerstag, 16. April, um 18 geht es in Fulda im „Welcome In - Wohnzimmer in Fulda“ nach Aserbaidschan. Freut euch auf viele Bilder und Eindrücke aus dem Land, kulinarische Kostproben und Zeit zum Austausch und Kennenlernen in gewohnt gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre.

Hinweise zur Anmeldung gibt es hier.


Lesung: Aus dem Buch „Kornblumenblau“ mit Autorin Susanne Beyer am Freitag, 24. April, um 19 Uhr im Haus der Demokratie in Gieselwerder. Die Journalistin spürt der NS-Vergangenheit ihres Großvaters nach und beleuchtet das Erbe von Schuld und Schweigen in Familien. Die Lesung in Kooperation mit der VHS Region Kassel und dem HKE ist kostenfrei. 

Um Anmeldung wird gebeten: hanna-braun@landkreiskassel.de oder 0561 1003-2495.


Ausstellung: #EUwoman – Frauen in der europäischen Politik. Die Ausstellung #EUwomen präsentiert die Geschichten verschiedener Frauen, die sich seit ihrer Gründung aktiv für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Europäischen Gemeinschaft eingebracht haben. Die Wanderausstellung wird vom EUROPE DIRECT NordOstHessen und mit Unterstützung des Amtes für Chancengleichheit der Stadt Kassel sowie des Amtsgerichts Kassel realisiert. Sie ist vom 17. März bis 20. April im Foyer des Amtsgerichts Kassel zu sehen.



… freuen wir uns über Post von der Staatsanwaltschaft. Klingt überraschend? Für uns nicht! Denn neuerdings erhalten wir zur Stärkung der Demokratie Bußgelder zugesprochen, die Gerichte wegen Straftaten bei Urteilen verhängen. So können Tatbestände wie Beleidigung, Landfriedensbruch oder Volksverhetzung am Ende auch ein gutes Ergebnis haben. Danke sagen müssen wir dafür nicht – aber bei den Wahlhelfer*innen Kaufungen möchten wir uns bedanken. Die haben uns nämlich nach der Kommunalwahl jetzt ihr Erfrischungsgeld gespendet. Nicht unerwähnt lassen möchten wir auch, dass künftig Kinder nach der Geburt in Sachsen vielleicht als erstes einen unserer coolen Anti-AfD-Sticker erblicken. Denn der Verband der Hebammen Sachsen hat eine Großbestellung zur Weitergabe an alle Hebammen bei uns geordert. So helfen wir besonders gerne auf die Welt!


Mit demokratischen Grüßen 
Michael Sasse
 
Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung e.V. 
Goethestraße 77, 34119 Kassel 
T +49 561 499 44 258
kontakt@offenfuervielfalt.de
 
Besuchen Sie uns auf www.offenfuervielfalt.de
Folgen Sie uns auf Instagram: offenfuervielfalt


Copyright © Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung e.V. All rights reserved.
 Wenn Sie keine weiteren E-Mails empfangen möchten, schreiben Sie eine E-Mail an: 
kontakt@offenfuevierlfalt.de.