
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ist Hans Eichel noch zu helfen? Das fragen sich derzeit sicher viele SPD-Mitglieder in Kassel. Eichel hat ein „Manifest“ von Alt-Genossen rund um Ralf Stegner (SPD) zur Russland-Politik mitunterzeichnet, dass Parteifreund und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wörtlich als reine Realitätsverweigerung bezeichnet. Vermutlich haben es daher auch nur 5 der 120 SPD-Bundestagsabgeordnete unterschrieben. Vielleicht können wir dem ehemaligen Kasseler Oberbürgermeister eine Bewusstseinserweiterung verschaffen.
Und zwar am kommenden Unabhängigkeitstag der Ukraine. Am Sonntag, 24. August, lädt unsere Demokratie-Initiative Offen für Vielfalt zu einer ungewöhnlichen Lesung in Kassel ein: zum Couch-Surfing Ukraine. Spiegel-Bestsellerautor Stephan Orth ist monatelang kreuz und quer durch die Ukraine gereist – und hat stets privat auf Sofas übernachtet. Entstanden ist daraus ein berührendes Buch. Über Menschen, Freiheit und Demokratie.
Wir laden am Unbhängigkeitstag der Urkraine zur Lesung und anschließendem Gespräch mit prominenten Gästen ein. Bleibt gespannt, näheres folgt rechtzeitig! Den Termin aber gern ruhig schon einmal notieren!
Rechter Terror: Zum Todestag von Walter Lübcke am 2. Juni haben wir mit der sehr erfolgreichen Theater-Aufführung „Für Werte eintreten“ in Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg) gegen Rechtsextremismus Position bezogen. In Berlin hat unterdessen der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) versucht mit, geschönten Tabellen Rechtsextremismus zu relativieren. Eine peinliche Aufführung. Denn der Verfassungsschutzbericht 2024 verdient ungeschönte Aufmerksamtkeit. Nicht nur, dass die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten um 47% deutlich angestiegen ist. Auch die rechte, mörderische Gewalt: 1.281 Gewalttaten, darunter sechs Tötungsversuche, verzeichneten die Strafverfolgungsbehörden. Die Zahl linker Gewalttaten sank auf 532 Fälle.
Unser Standpunkt: Wir brauchen nach all den Jahren keine morlischen Statements mehr, sondern endlich harte Reaktionen insbesondere gegen rechte Propaganda und rechte Gewalt. So hart, wie es Demokratie und Rechtsstaat zu lassen.
Borken (Schwalm-Eder-Kreis) hat zwei Tage lang ein buntes Zeichen für Demokratie, Toleranz und Miteinander gesetzt. Auf dem Erlenwiesenweg und im Glashaus kamen viele Borkner*innen zusammen, um zu feiern, zu musizieren und beieinander zu sein.
Das Festival „Buntes Borken“ hatten wir im Februar mit dem Preis der „Demokratie-Verstärker“ ausgezeichnet. Die 1.500 Euro Preisgeld flossen in die Umsetzung des Festes. Wir waren mit unserem bunten Demokratie-Mobil mit von der Partie, spielerisch konnte bei uns beim Dosenwerfen für die Demokratie "gepunktet werden.“
Mit rund 100 Jugendlichen aus vier nordhessischen Gesamtschulen diskutierte der Hessische Kultusminister Armin Schwarz in Kaufungen über Werte. Gemeinsam mit Schüler*innen der Walter-Lübcke-Schule aus Wolfhagen, Kooperationspartner unserer Demokratie-Initiative, waren wir mit vor Ort dabei. Geschäftsstellenleiterin, Johanna Kindler, ging mit Schülerinnen ins Gespräch: Wie beeinflussen euch Werte im Alltag und in der Schule? Was macht moralisches Handeln aus?
Mit von der Partie auch Finn Lemke, ehemaliger Handball-Nationalspieler sowie Co-Trainer des Handballvereins MT Melsungen. Er teilte seine Meinung zu zentralen Werten wie Respekt, Verantwortung, Gleichberechtigung oder Meinungsfreiheit – und darüber, wie sie im Alltag gelebt werden können. „Werte kann man nicht verordnen, aber man kann sie vorleben und vermitteln“, betonte Kultusminister Armin Schwarz: „Schulen sind dafür Orte.“
Stadtrundgang: Kassel Postkolonial. Montag, 23. Juni 2025 um 17:30 Uhr. Die Initiative kassel postkolonial führt seit 2015 Stadtspaziergänge durch. Ziel ist es, Verbindungen zwischen Kassels Rolle im historischen Kolonialismus und unserem Alltag heute zu ziehen.
Treffpunkt ist am Halitplatz (Holländische Straße, vor dem Friedhofseingang).
Lesung, Musik, Diskussion: FRIEDEN | HERKUNFT. Freitag, 27. Juni um 19:00 Uhr in der Martinskirche. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wird die Frage nach der eigenen Herkunft nachgespürt. Ausgangspunkt ist dabei die Lesung von Sabine Wackernagel aus dem Buch "Herkunft" von Sasa Stanisic. Außerdem berichten Schüler*innen der Walter-Lübcke-Schule von ihren Lebenswegen aus den unterschiedlichen Ländern.
Eintritt: 10 Euro, erm. 5 Euro. Alle Informationen hier.
… hat Niedersachsen jetzt auch eine Zentralstelle für Ausländische Fachkräfte gestartet. Im Wettbewerb um ausländische Fachkräfte wollen unsere nördlichen Nachbarn mit schnellen Einreiseverfahren punkten. Doch alle Werbung nutzt nichts, wenn Zugewanderte überlegen wieder abzuwandern. 26 Prozent der Zugewanderten denken laut einer aktuellen Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung darüber nach, Deutschland wieder den Rücken zu kehren. Das trifft überdurchschnittlich auf gut Ausgebildete (mit Uniabschluss 35%) zu. In der IT-Branche sind es sogar 39 Prozent. Auch im Gesundheits- und Pflegebereich liegt der Wert bei 28 Prozent.
Warum weg? Die Befragten nennen die politische Lage in Deutschland als eine Hauptmotivation. Die Ausländer, die wir am dringendsten brauchen, erwägen Abwanderung. Man kann es angesichts der Stimmungslage nachvollziehen. Was wir wirklich bräuchten: Eine Zentralstelle gegen Motzer und Miesmacher und für Vielfalt und Lebensfreude. Zur Erhöhung der Stimmungslage der Nation. Mehr Blumen und positive Hormone.
Mit demokratischen Grüßen
Michael Sasse
Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung e.V.
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T +49 561 499 44 258
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