
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in den USA werden Late-Night-Shows abgesetzt - und in Kassel aus der Taufe gehoben! Denn Kassel ist einer der verbleibenden Orte der Vernunft. Und das ist geschehen: Das Schauspielensemble des Staatstheater Kassel sorgt sich um den Zustand der Demokratie – und präsentiert mit „Dickes D“ dazu jetzt ein neues Late-Night-Show-Format!
Denn es ist kurz vor knapp. Auf dem Polit-Parkett scheint mittlerweile jede Pirouette möglich. Der Demokratiestatus gilt als zunehmend bedroht. Wir alle haben es längst in unseren Insta-Feeds gelesen: Von Fakt zu Fake und wieder zurück ist’s nur noch eine kurze Fahrt im Karussell der freien Meinungsäußerung. Und daraus ergeben sich Fragen, für die Künstler in Kassel jetzt ein Forum schaffen.
Die erste Ausgabe „Dickes D“ am kommenden Sonntag, 5. Oktober, widmet sich einer Bestandsaufnahme. Unter der Moderation von Schauspieler Justin Hibbeler wird Theater im Fridericianum (Foyer) besprochen, wie es um die Demokratie in und außerhalb von Kassel steht und wo ihre historischen Wurzeln liegen.
Als Gäste sind neben dem Schauspielensemble auch prominente Figuren der Geschichte vertreten: Die griechische Göttin Athene, ihr Bruder und ein Chor von Rachegeistern werden ebenso erwartet wie der in Kassel geborene Politiker Philipp Scheidemann, der sich bereits 1918 mit der Ausrufung der Republik einen Namen machte.
Als Gast aus der Gegenwart spricht Late-Night-Talker Christian Hebeler mit Michael Sasse, Vorsitzender von „Offen für Vielfalt e.V.“. Gemeinsam mit ihm wird das Ensemble die Unsterblichkeit der demokratischen Werte und deren Bedeutung für die heutige Gesellschaft diskutieren. Beginn ist um 20.15 Uhr im Foyer des TiF – Theater im Fridericianum.
Die nächsten beiden Folgen: 12. Februar 2026, 19. April 2026 ; jeweils 20.15 Uhr im TiF-Foyer
Tickets für 3,50 Euro sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094 - 222, und online unter www.staatstheater-kassel.de.
Vertragsgestaltung
Auf eine richtige Vertragsgestaltung achten
Präambel
Präambel des Vertrags zur Positionierung nutzen
Zugang
Zugang zur Veranstaltung vertraglich sichern
Recherche
Recherche über Gruppierung oder auffällige Personen
Austausch
Austausch mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus
Auflösen
Im Notfall Mietvertrag auflösen
Und auch jede Privatperson kann auf seine Umgebung achten. Bomberjacke, Springerstiefel, Glatze – das ist ein Klischeebild, dem nicht einmal mehr jugendliche Neonazis entsprechen. Aber man kann Symbole, Codes und Marken erkennen. Das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus hat einen Ratgeber zur Anmietung durch extrem rechte Gruppen rausgegeben. Dort gibt es ausführliche Hilfestellung.
Das Volkswagenwerk Kassel, Kooperationspartner unserer Initiative, erweitert den „Platz der Demokratie“ am Volkswagen Werk Kassel. Dort wurde eine neue Informations-Stele enthüllt. Sie erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus und mahnt, welche Folgen es hat, wenn die Würde des Menschen missachtet wird.
Werksleiter Jörg Fenstermann dazu: „Nachdem wir im Mai mit der Versetzung des Gedenksteins den Platz der Demokratie etabliert haben, setzt die Stele ein weiteres kraftvolles Zeichen.“ Fenstermann ist überzeugt: „Unternehmen tragen nicht nur Verantwortung für Produkte und Prozesse, sondern auch für das gesellschaftliche Klima, in dem sie agieren.“ Die Stele stehe deshalb für Werte wie Respekt, Gerechtigkeit, Vielfalt und Menschlichkeit. Die Stele trägt Worte des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke: „Es lohnt sich, in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte eintreten.“ Einen ausführlichen Beitrag gibt es hier.
Sonne, bunte Fahnen, laute Musik und gute Stimmung! Am Samstag zogen knapp 3000 Menschen beim CSD in Kassel durch die Straßen. Queere Menschen aus ganz Nordhessen feierten den Christopher Street Day. Dieser erinnert an den Stonewall-Aufstand von 1969 in New York und setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. In die Feierstimmung mischten sich neben Forderungen nach Akzeptanz auch sorgenvolle Stimmen. Florian Graßme aus dem Orga-Team berichtet von zunehmenden Anfeindungen und Angriffen auf queere Menschen. Auch Bürgermeisterin Nicole Maisch sagte in ihrer Rede Unterstützung seitens der Stadt zu. Es besorge sie, dass Transpersonen sich zunehmend unsicher in der Stadt fühlten. Sie betont: Hier müsse die Stadt noch besser werden.
Geschlossen: Die Geschäftsstelle von Offen für Vielfalt e.V. ist vom 1. bis 12. Oktober geschlossen. In dieser Zeit können die Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle nicht genutzt werden. Anfragen über E-Mail werden im Anschluss bearbeitet. Vielen Dank für Euer Verständnis!
Lesung: Am Mittwoch, 1. Oktober, gibt zwischen 15 und 17.30 Uhr es in den Jugend- und Bürgerräumen in Waldau ein abwechslungsreiches Programm. Den Abschluss bildet um 18.30 Uhr eine kostenlose Lesung mit Fikri Anıl Altıntaş in der Schul- und Stadtteilbibliothek Waldau. Der Autor berichtet in seinem Buch "Im Morgen wächst ein Birnbaum" darüber, als türkisch-muslimischer Mann in einer hessischen Kleinstadt aufzuwachsen.
Kultur- und Sportfest Nordstadt am Freitag, 03.10., ab 12.00 Uhr bis Samstag, 04.10., 22.00 Uhr im Nordstadtstadion, Kassel. Streetbolzer e.V. und die Vereine Türkücü Kassel und Bospurus Kassel feiern in der interkulturellen Woche. Das Fest bietet ein Fußballturnier, Mitmachaktionen für Kinder, musikalische Beiträge und ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot.
Lesung: Leistung neu bewerten – für eine soziale Zukunft! am Mittwoch, 22.10.2025 um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Frommershausen, Pfadwiese 10, 34246 Vellmar. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, widerspricht den Aussagen von Politikern, die den Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar sehen, und betont, dass eine nachhaltige Finanzierung möglich ist. In Lesung und Talk fordert sie politischen Gestaltungswillen, um den Sozialstaat zukunftsfähig zu sichern.
Der Eintritt ist frei ; um Anmeldung per E-Mail wird gebeten.
Vortrag: „Die Ziele der „Neuen Rechten“, ihre Netzwerke und Anknüpfungspunkte zum Nationalsozialismus“ am Donnerstag, 23. Oktober 2025 um 19 Uhr im Haus des Gastes, Hattenhäuser Weg 10-12 in Naumburg. Der Vortrag von Katrin Himmler, Politikwissenschaftlerin und Großnichte Heinrich Himmlers, über die Ziele der „Neuen Rechten“, ihre Netzwerke und Verbindungen zum Nationalsozialismus.
… fragen wir uns: Wieviel Promille verträgt denn die „Verantwortung für Deutschland“? Im Ernst, welches Social Media Team ist bitte schön auf die Idee gekommen, dieses Lebkuchen-Herz in Auftrag zu geben und den biertrinkenden Herren Söder, Merz, Klingbeil und Genossin Bas dekorativ für ein Foto auf den Oktoberfest-Tisch zu legen? Statt Parlament jetzt das Bierzelt als neue politische Heimat für Verantwortung? Süßlich-süffig, gern auch etwas verranzt zu späterer Stunde. Und jetzt finden wir auch noch die „Verantwortung für Deutschland“ auf dem Oktoberfest. Wirklich berauschend!
Mit demokratischen Grüßen
Michael Sasse
Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung e.V.
Goethestraße 77, 34119 Kassel
T +49 561 499 44 258
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