
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
was für ein Nachmittag! Auch in Fulda war unsere Veranstaltung „Couchsurfing in der Ukraine“ ein voller Erfolg! Und sie hätte kaum eindrucksvoller verlaufen können. Knapp 100 Besucher:innen folgten unserer Einladung, um SPIEGEL-Bestsellerautor Stephan Orth live zu erleben.
Orth nahm das Publikum mit auf eine außergewöhnliche Reise durch ein Land im Krieg – seine monatelange Tour durch die Ukraine, bei der er auf den Sofas der Ukrainer übernachtete, brachte Geschichten voller Mut, Menschlichkeit und Hoffnung hervor. Das Ergebnis: ein ebenso eindrucksvolles wie berührendes Porträt eines Landes, das zwischen Zerstörung und Zuversicht lebt.
Im Anschluss an die Lesung entwickelte sich ein spannendes Gespräch zwischen Stephan Orth, Professorin Dr. Claudia Wiesner (Hochschule Fulda) und Boris Mijatovic, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen. Außenpolitiker Mijatovic plädierte dabei für eine weitere, starke militärische Unterstützung der Ukraine und die Lieferung strategischer Waffen, die tief ins Hinterland Russlands wirken. Mehr dazu auch auf unserer Webseite.
Für uns als Veranstaltende war dieser Nachmittag mehr als nur eine Lesung – er war ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Literatur, Musik und persönliche Begegnungen Brücken schlagen können. Nach dem großen Zuspruch im Konzeptkaufhaus KARL sind wir uns sicher: Das war erst der Anfang.
Ja, liebe Freunde aus Fulda, wir kommen wieder!
Die letzte Angeklagte: Vierzehn Jahre nach der Enttarnung des NSU steht Susann Eminger, eine enge Freundin von Beate Zschäpe, in Dresden vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft beschuldigt sie, eine terroristische Vereinigung unterstützt und Raubüberfälle begünstigt zu haben. Der Fall verdeutlicht, wie schwer sich die Justiz noch heute mit der Aufklärung des NSU-Netzwerks und seiner Helfer tut.
Wahl-O-Mat für Kassel: Zur Kommunalwahl 2026 erstellt die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) eine Informations- und Mobilisierungskampagne um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren. Hierzu gehört die erstmalige Umsetzung des lokal-o-mat in vier hessischen Kommunen:
Frankfurt am Main, Fulda, Marburg und Kassel. Der lokal-o-mat ist das kommunale Pendant zum Wahl-O-Mat. Entwickelt wird der lokal-o-mat als Kooperationsprojekt zwischen dem Wahl-O-Mat-Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Seine Premiere feierte der lokal-o-mat bei den Kommunalwahlen 2025 in Nordrhein-Westfalen.
Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.
Kommunalwahlrecht ab 16 Jahren: Nun hat auch Nordrhein-Westfalen (NRW) auf Initiative der schwarz-grünen Landesregierung das Wahlrecht ab 16 Jahren bei Kommunalwahlen eingeführt. Hessen ist damit eines der wenigen Bundesländer, bei denen dies noch nicht gilt. Mit einem Antrag auf Änderung des Wahlalters ab 16 Jahren für die Kommunalwahlen sind die Grünen jetzt in Wiesbaden im Landtag gescheitert. Mit der Regierungsmehrheit von CDU und SPD ist der Antrag im Parlament leider abgelehnt worden. Einst hatte die SPD selbst einen entsprechenden Antrag im Parlament unterstützt, war aber an den Grünen und ihrer Koalitionsdisziplin mit der CDU gescheitert.
Fazit: In NRW haben die Grünen mit der CDU geschafft, was ihnen in Hessen in 10 Jahren ihrer Koalition mit der CDU bis 2024 nicht gelungen ist. Und der SPD absehbar nicht gelingen wird.
Die Evangelische Kirche freut sich über neue Kirchenvorstände: Rund jedes Vierte der 690.000 Mitglieder der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat die Stimme abgegeben. In rund 600 Gemeinden wurden neue Kirchenvorstände gewählt. Jeder Zweite ging dabei aber nicht mehr ins Wahllokal, sondern stimmte online ab. Die älteste Onlinewählerin 103 Jahre alt. Die neuen Kirchenvorstände leiten die Kirchengemeinde in den kommenden sechs Jahre gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer.
Wesertal: Der Grundstein für einen dauerhaft offenen Ort für Begegnung, Bildung und Kultur in Wesertal-Gieselwerder ist gelegt! Mit einer Gründungsversammlung ist jetzt der Verein Haus der Demokratie - Mühlenplatz 7 e.V. offiziell ins Leben gerufen. Auch in den kommenden Wochen bleibt das Haus lebendig: Im November und Dezember erwartet Gäste wieder ein interessantes Programm mit Workshops und Begegnungsformaten. Unter anderen mit einem Workshop zu Worten und Wirklichkeit: Alltagsrassismus erkennen und verstehen. Am Dienstag, 25. November von 18 bis 20 Uhr.
Hier gibt es mehr Informationen.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Dr. Ina Sieber und liebe Universität Kassel. Der ZEIT-Verlag hat die Forscherin unseres Kooperationspartners als Zia-Fellow 2025 aus über 400 Bewerbungen ausgewählt. Damit ist Ina Sieber die erste Wissenschaftlerin der Universität, die in das Förderprogramm aufgenommen wurde. Das einjährige Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science“ fördert 25 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen. Die 35-jährige Umweltsozialwissenschaftlerin forscht zu nachhaltiger Entwicklung, Mensch-Umwelt-Beziehungen und der Frage, wie Natur und Gesellschaft gemeinsam resilient gestaltet werden können.
Ausführliche Informationen auf der Seite der Universität Kassel.
Ausstellung und Führung: #StolenMemory der „Arolsen Archives“ am Sonntag, 7. Dezember um 14:30 Uhr, in den Räumen der Arnold-Bode-Schule in Kassel. #StolenMemory ist eine internationale Kampagne der Arolsen Archives und bringt Familien persönliche Gegenstände von KZ-Häftlingen nach über 80 Jahren zurück. Anhand von Fotos persönlicher Gegenstände erzählt #StolenMemory die Geschichten von fünf ehemaligen Häftlingen, deren Verwandte noch gesucht werden. Auch werden die Geschichten erfolgreicher Rückgaben an Familien vorgestellt.
Demokratiekonferenz im Schwalm-Eder-Kreis: Wenn Ideen aufeinandertreffen – wie miteinander im Gespräch bleiben? Am Mittwoch, 3. Dezember, von 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr in der Festhalle der Eckhard-Vonholdt-Schule in Schwalmstadt. In polarisierenden Zeiten ist es schwer Begegnungsräume zu schaffen, in denen ein Diskurs und Austausch möglich ist. Wie dies gelingen kann, wird an Best-Practice-Beispielen gezeigt.
… haben wir schon einen kleinen Schreck bekommen, als die Polizei an der Tür unseres Demokratie-Ladens in Kassel klingelte. Schick und ganz offiziell in Uniform. „Kein Grund zur Sorge!“, waren die ersten Worte des freundlichen Beamten. Da ging bei uns der Blutdruck auch gleich schon wieder ein bisschen runter. Der uniformierte Kollege, erklärte, er wolle vielmehr was für seinen eigenen Blutdruck tun. Und fragen, ob er bei uns den bekannten Walter-Lübcke-Kaffeebecher bekommen könne. Gar kein Problem! Von den Tassen haben wir für solche Fälle immer einige vorrätig. Demokratische Werte müssen verteidigt werden. Dazu brauchen wir auch Polizei! Also, Demokratie-Becher raus und rein ins Revier!
Mit demokratischen Grüßen
Michael Sasse
Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung e.V.
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